In meinem letzten Beitrag habe ich angekündigt, dass ich mit ein paar der größten Mythen aufräumen will, die immer wieder Thema sind, wenn es um das Erlernen eines Instruments geht.
Heute geht es darum, dass man zum Erlernen eines Instruments natürlich auch ein eigenes Übungsinstrument benötigt.
Dazu höre ich immer wieder in Gesprächen mit Interessierten: „Aber dann muss ich ja direkt so viel Geld für ein teures Instrument ausgeben. Ich weiß doch noch gar nicht, ob ich das wirklich langfristig machen möchte.“
Da kann ich zunächst jeden beruhigen, der sich nicht in riesige Unkosten stürzen möchte, obwohl er sich am Anfang noch gar nicht sicher ist, wie lange er am Unterricht teilnehmen will.
Nicht bei jedem entfacht sich sofort nach der ersten Unterrichtsstunde ein loderndes Feuer und er ist sich hundertprozentig sicher, dass er auf jeden Fall jahrelang dieses Instrument spielen möchte (obwohl das schon häufiger vorkommt, als man vielleicht annehmen würde).
Die Einen sind sofort Feuer und Flamme und bei den Anderen entzündet sich zunächst ein kleiner Funke, der mit der Zeit größer werden darf, bis er richtig brennt.
Und das ist auch alles gut so.
Jeder ist anders und der Eine braucht für seine Entscheidung etwas länger als der Andere, aber die falschen Vorurteile sollten uns dabei nicht dieser Möglichkeit der Selbstentfaltung berauben.
Daher führe ich hier ein paar Möglichkeiten auf, wie man zum Einstieg günstig an ein Instrument kommt:
- Ein gebrauchtes Instrument von privat kaufen (z.B. von Freunden, Bekannten, Familie oder über Onlineportale für Gebrauchtes).
- Im Musikladen ein gebrauchtes Instrument kaufen: Viele Instrumentengeschäfte kaufen gebrauchte Instrumente an und verkaufen diese wieder, nachdem sie sie auf Vordermann gebracht haben. Das kann man sich so vorstellen wie beim Gebrauchtwagenkauf. Meistens gibt es dann auch eine Garantie für einen gewissen Zeitraum, in dem z.B. Reparaturen kostenfrei übernommen werden.
- Instrument mieten bzw. leasen: Musikgeschäfte bieten häufig diese Möglichkeit an. Das Instrument der Wahl wird geliehen und man bezahlt monatlich eine Miete dafür. Am Ende der Laufzeit (sofern eine feste Laufzeit vereinbart wurde) kann man schließlich entscheiden, ob man das Instrument zu einem Ablösepreis übernehmen möchte oder evtl. doch lieber ein anderes leihen oder direkt kaufen möchte. Man bleibt also maximal flexibel.
- Eine weitere Möglichkeit speziell für das Klavier: Ein E-Piano ist eine gute und günstige Alternative zum klassischen Klavier und man kann sich später immer noch ein Holzklavier zulegen.
- Bei Blockflöte: Ich empfehle grundsätzlich, eine Holzflöte zu kaufen (die im Vergleich zu einem der anderen Instrumente wie beispielsweise Klavier oder Klarinette nur einen Bruchteil kostet), aber für den Anfang ginge notfalls auch eine noch günstigere Plastik-Blockflöte.
Sie sehen also, dass dieses Thema keinen Hinderungsgrund darstellen sollte, mit einem Musikinstrument anzufangen, wenn das der Wunsch ist.
Es muss nicht teuer sein, wenn man die richtigen Möglichkeiten kennt.
In einer kostenlosen Probestunde gebe ich zukünftigen Schülern gerne weiterführende Tipps und Beratung zu dem Thema.
Melden Sie sich gerne, wenn Sie oder Ihr Kind Interesse an Unterricht in den Instrumenten Klavier, Klarinette, Saxophon und Blockflöte haben. Die Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite.
P.S.: Welche Rolle spielt das Alter, wenn man mit dem Erlernen eines Instruments beginnen will? Ist man irgendwann zu alt, um das anzugehen? Darüber kläre ich im nächsten Beitrag auf.
Titelbild: KI-generiert
